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Samocca – als Ideengeber …

… für das Café in Mennwangen. Samocca ist ein Projekt der Ostalb-Werkstätten, die in Cafés für Menschen mit geistigen Behinderungen und psychischen Erkrankungen Arbeitsplätze schaffen! Toll denke ich mir und informiere mich sehr intensiv. Genau so kann es werden!

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Café – Erster Akt

Ein Café soll es werden! In einem kleinen Gastronomiebetrieb können wir Menschen mit Beeinträchtigungen beschäftigen. Wann öffnet morgens das Café? Können wir schon Frühstück anbieten? Mittagstisch – als Buffet, Kaffee und Kuchen. Abends – mit kulturellen Highlights! Und an Sonntagen: Frühstücksbrunch. Der Standort ist im Gewerbegebiet Mennwangen, bauliche Erweiterungsmöglichkeiten gibt es.

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Graue Busse

An die von den Nationalsozialisten ermordeten psychisch Kranken und geistig Behinderten erinnert das Denkmal der grauen Busse.
Weissenau „Alte Pforte“ – ohne Worte.

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Ein – Blick in

die St. Franziskus Werkstatt (caritas) in Sigmaringen, eine Werkstatt für psychisch kranke Menschen (WfbM). Die Werkstätte St. Franziskus unterstützt, ähnlich wie das Sprungbrett in Bermatingen, Menschen mit psychischen Erkrankungen auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben und zur Teilhabe an der Arbeitswelt. Sie verbindet Arbeit und Rehabilitation. Sich wieder an das Arbeitsleben „heranzutasten“, kann im St. Franziskus in Arbeitsbereichen, wie im Druck, in der Montage, bei Gartentätigkeiten oder im Bereich der Hauswirtschaft in einem geschützten Rahmen erprobt werden. Gemeinsame Pausen und das Mittagessen, strukturierte Abläufe schaffen Sicherheit und eine Struktur im Alltag, auf die man sich verlassen kann.

„Es belastet sehr, wenn man sich nicht auf seinen „Kopf“ verlassen kann, wenn der tut, was er will und ich es nicht steuern oder beeinflussen kann. Wie eine Achterbahnfahrt, nur dass sie nicht aufzuhören scheint“.

Ich bin hin und her gerissen, zwischen den Aussagen, dass Werkstätten für Behinderte (psychisch Kranke Menschen werden als „seelisch Behinderte“ bezeichnet) nur die Statistik der Erwerbslosen verfälsche, kein Abbild der Realität zeichne und andererseits dem Bedürfnis von Menschen, die in der Phase ihrer Rehabilitation einen geschützten Rahmen, der erstmal losgelöst vom Leistungsdruck und der hohen Erwartungshaltung an eine Arbeitskraft, brauchen.

Wann ist ein Mensch behindert? Was ist eine Rehabilitationsmaßnahme? … berufliche Bildung im Bildungsbereich – wann und wie entsteht ein sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz im Arbeitsbereich einer Werkstätte für psychisch kranke Menschen? Wer ist Leistungsträger? und für welchen Zeitraum? Was ist das Ziel einer Rehabilitationsmaßnahme? Wie endet die Maßnahme?

… wieder nehme ich Flyer mit, recherchiere im Netz und finde schwer Antworten auf meine vielen Fragen.

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bevor es dunkel wurde

Das letzte Werk der Künstlerin beim Übergang der manischen in eine schwere depressive Episode.

Das Auswählen der Farbe, das Auftragen der Farbe, sich ans Werk zu machen – gelingt der Künstlerin beim Übergang in eine schwere Depression nur mühsam. Sie quält sich, steht nicht mehr auf.

„Ich bin gefangen im Dunkel“.

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Wo sind die Menschen?

Ich frage mich, wo sind die Menschen, die von einer stationären psychiatrischen Behandlung aus einem Krankenhaus nach Hause entlassen werden? Wie geht es weiter in ihrem Leben? Wo bekommen sie Unterstützung und Halt? Kann man nach einem langen Krankenhausaufenthalt wieder in das „normale“ Berufsleben? Welche Möglichkeiten der Beschäftigung gibt es? Wie groß sind die Chancen, in den Beruf, in ein Arbeitsleben zurückzukehren?

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eine andere Welt. – ?

Ein Besuch in der Werkstätte „Sprungbrett“ in Bermatingen:

Menschen, die an Töpferscheiben arbeiten, Filzprodukte und Webartikel herstellen. Sie sitzen konzentriert an ihrer Arbeit. Teils macht es einen stillen Eindruck, manche scherzen bei ihrem Tun. Sie helfen, wenn der andere nicht weiterkommt. Anzünder für den Kaminofen – wie praktisch, denke ich. Da entdecke ich einen netten Mann, den ich in einem psychiatrischen Krankenhaus kennengelernt habe. „Ich kann wieder arbeiten, der Tag vergeht schnell, mein Leben hat wieder einen Sinn. Ich bin gerne hier“ – immer und immer wieder hallen diese Worte und gehen mir nicht mehr aus dem Sinn. Bei einem kleinen Abstecher in den Montagebereich der Werkstätte erzählt mir eine Frau, mittleren Alters, dass sie eine langjährige Mitarbeiter hier sei und dass sie um kein Geld der Welt aufhören werde hier zu arbeiten.

Wo bin ich hier? Es fühlt sich ein bischen an, wie eine andere Welt. Leistungsdruck, Erwartungshaltung, Anerkennung, lobende Worte, sichtbare Fortschritte, ein Lächeln – weil man was „geschafft“ hat. All das rückt an eine andere Stelle in meinem Denken.

… eine andere Welt? so scheint es mir. Ich kaufe noch zwei Geschenke und nehme Flyer mit.

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Wie alles begann …

Das Bild entstand in einer manischen Phase einer jungen Frau, die mit ihrer Krankenheit – Bipolare Störung – lebt.

Menschen, die an einer Bipolaren Störung leiden und mit ihr leben „müssen“, durchlaufen meist Höhen und Tiefen. Bei einigen Menschen sind die Höhen so hoch, dass „man meint, man könne fliegen“, so beschreibt es die junge Frau. Wenn ihre Leistungsfähigkeit größer wird, ihre künstlerische Werke impulsiver werden, der Tag- und Nachtrhythmus nicht mehr den Rahmen für ihren Alltag gibt, gerät alles aus den Fugen, ein schwarzes, tiefes Loch folgt, verfolgt sie – endlos in seiner Tiefe – endlos in seiner Dauer. Ein Tief, das sie umfängt, sie gefangen hält, sie einschließt. Das Ende, der Ausgang – verschwunden ist. Gefangen in einer Spirale.

„Ich finde den Ausgang nicht“.